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Google-Rankings nach dem „Mobilegeddon“

Am 21. April machte Google das Thema Mobile Friendliness durch eine Algorithmus-Änderung zum Ranking-Faktor in der mobilen Suche (siehe unseren Artikel). Webmaster, deren Internetpräsenz noch nicht mobil optimiert war, fürchteten ganz aus dem Blickfeld der unterwegs googelnden User zu verschwinden. Mehr als zwei Monate nach dem Update sind erste Auswirkungen sichtbar. Doch das von vielen Suchmaschinenexperten vorausgesagte „Mobilegeddon“ – die extreme Abstrafung von Webseiten, die nicht mobile-friendly sind – blieb in der Form bisher aus.

Ein etwas anderes Update
Einer der Gründe könnte sein, dass sich der Effekt dieser Algorithmus-Änderung erst zeigt, wenn der Googlebot – ein Computerprogramm, das Webinhalte automatisch herunterlädt und der Suchmaschine übermittelt – eine konkrete Seite auf Mobile Friendliness untersucht hat. Ein Vorteil gegenüber früheren Updates ist, dass seit dem Mobile-Update jede URL dabei einzeln und unabhängig bewertet wird. Hält sie Googles Kriterien nicht ein, erfährt nicht mehr die gesamte Domain, sondern nur diese konkrete URL einen Ranking-Verlust. Daher lassen sich Veränderungen im Sichtbarkeitsindex einer Website nach dem Update auch nicht pauschal beurteilen. Laut Handelsblatt.com ist beispielsweise das soziale Netzwerk Xing seit dem 21. April mobil 33 Prozent schlechter sichtbar. In den Benutzerprofilen zeigen sich aber kaum Rankingveränderungen. Sie sind offenbar bereits für Mobilgeräte optimiert.

Das Mobile-Update hat sein Soll erfüllt
Mit dem Update scheint der Suchmaschinenbetreiber sein Ziel erreicht zu haben, denn das Thema mobile Optimierung wurde stark in den Fokus von Webmastern gerückt. Und das nicht zuletzt durch Googles hervorragende PR im Vorfeld: Der Konzern wich bei diesem Update von seinen bisher bekannten Mustern ab und legte bereits im Frühjahr 2015 medienwirksam die Kriterien des neuen Algorithmus offen.

Im gleichen Zuge stellte Google passende Anleitungen für Webmaster bereit. Auf den Google Hilfeseiten zum Thema SEO für Mobilgeräte finden sich wertvolle Tipps, mit denen Websites für Mobilgeräte optimiert werden können. Viele Websitebetreiber haben danach bereits mobil aufgerüstet. So werden mobil optimierte Websites – und damit eine bessere User Experience bei der Suche auf Smartphone oder Tablet – langsam aber sicher zum Standard. Und das ist schließlich ganz im Sinne von Google.

Qualitativ hochwertiger Content als Ranking-Booster
Google Updates wird es immer wieder geben – ob angekündigt oder nicht. Behalten Sie dabei immer im Hinterkopf, dass das Ranking Ihrer Seite neben Usability-Aspekten wie mobiler Optimierung auch genauso maßgeblich von Inhalt und Konzept bestimmt wird. Liefern Sie konstant hochwertigen Content und legen Sie Ihren Internetauftritt konsequent auf die Bedürfnisse der User aus. Denn nur dann verweilen diese möglichst lange auf Ihrer Website und die Absprungrate bleibt gering. Und genau diese Faktoren sind es, die sich langfristig ebenfalls gut auf das Ranking auswirken. Auch im schnelllebigen Internet macht sich letztendlich nur Qualität bezahlt.